Poller und Road Blocker

Leider ist es heute schon fast ein alltägliches Bild: Park- und Fahrverbote, Fahrrad- und Fussgängerwege oder Fussgängerzonen werden von Automobilisten immer weniger respektiert. Als diskrete und effiziente Massnahme bieten sich versenkbare Poller an, die solches Fehlverhalten örtlich praktisch unbeschränkt verhindern. Sie kommen wirklich nur dann zum Einsatz, wenn sie gebraucht werden. Dazu fügen sie sich harmonisch in die entsprechende Umgebung ein.

Ursprünglich stammt der Begriff Poller aus der Welt der Schifffahrt. Ein zylindrischer, nach oben verdickter oder gekrümmter und fest in den Boden eingelassener Block aus Holz, Eisen oder Stein, der in Häfen das Festzurren der Schiffstaue ermöglichte. Im Lauf der Jahrhunderte wurde der Begriff aufgrund der ähnlichen Form auch für den Einsatz im Strassenverkehr übernommen und hat sich bis heute erhalten.

Zur Steuerung von versenkbaren Pollern stehen unzählige Möglichkeiten zur Verfügung: In Verbindung mit Induktionsschleifen kann die Anlage vollautomatisch betrieben werden. In Zusammenarbeit mit einer Zeitschaltuhr können bestimmte Zeiten für das Hoch- oder Niederfahren der Poller festgelegt werden. Ausserhalb dieser fixen Zeiten kann eine Zu- oder Wegfahrt beispielsweise günstig und simpel mit einem Schlüsselschalter erfolgen. Weitere Möglichkeiten sind Münz- und Parkscheinautomaten, im Auto eingebaute berührungslose oder bedienungsfreie Geräte zur Identifikation, eine Funksteuerung, eine Tastatursäule, eine Gegensprechanlage, die Steuerung über ein Mobiltelefon via GSM-Empfänger und Vieles mehr.

Beim Betrieb der versenkbaren Poller wird grundsätzlich zwischen elektromechanisch oder hydraulisch betriebenen Pollern unterschieden. Bei beiden Systemen sollte eine Sicherung gegen Stromausfall in Betracht gezogen werden, damit im Notfall die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge möglich bleibt.

Einen eher ungewöhnlichen Verwendungszweck finden versenkbare Poller, seit sogenannte „Rammbock“-Räuber  Juwelier- und Schmuckgeschäfte unsicher machen. Wenn es die lokalen Bauvorschriften zulassen, bieten sie ausserhalb der Ladenöffnungszeiten einen effektiven Schutz vor der gewaltsamen Zerstörung von Schaufenstern mit Fahrzeugen. Dabei spielt es keine Rolle, ob einzelne Schaufensterfronten, Einkaufspassagen oder ganze Flaniermeilen mit Pollern vor den unerwünschten Besuchern geschützt werden.